Befragung zur Nutzung von StudOn durch Lehrende (2016)

Ende des Wintersemesters 2015/16 hat das StudOn-Team eine Umfrage für Lehrende und Verwaltungskräfte durchgeführt. Die Umfrage beinhaltete Fragen über das Nutzungsverhalten sowie zur Beurteilung von und Meinung zu bestimmten StudOn-Funktionalitäten. Die Umfrageergebnisse liefern wichtige Informationen über die Möglichkeiten und Grenzen von StudOn und zeigen auf, wo Verbesserungspotentiale liegen.

Rahmenbedingungen

An der diesjährigen Umfrage haben sich 95 Personen beteiligt. Knapp drei Viertel der Befragten gaben an, als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in oder Assistent/in tätig zu sein (73 Prozent), 14 Prozent der Beteiligten waren Lehrstuhlinhaber/innen und Professoren/innen. Die restlichen Personen nannten als Tätigkeit nichtwissenschaftliche Mitarbeiter/in, Verwaltung.

In der folgenden Grafik ist ersichtlich, dass alle Bereiche der FAU bei der Umfrage mitgewirkt haben.

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Nutzung von StudOn

Im ersten Abschnitt der Umfrage wurden Informationen über das Nutzungsverhalten, insbesondere über die Nutzungsintensivität und den Einsatzzweck erhoben. Daneben konnten die Befragten in offenen Antworten angeben, welche Funktionalitäten sie an StudOn besonders schätzen und wo Verbesserungen erwünscht sind.

Nutzungshäufigkeit

Mehr als die Hälfte (61%) der Befragten arbeitet täglich oder mehrmals in der Woche mit StudOn. Von vielen Nutzer/innen (36%) wird die Plattform mehrmals pro Semester verwendet. Lediglich ein geringer Teil (3%) nutzt StudOn nur am Anfang und/oder Ende des Semesters.

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Einsatzzweck

Wie bereits in der Lehrenden-Evaluation aus dem Jahr 2011 wird StudOn am häufigsten für die Bereitstellung klassischer Lernmaterialien und zur Organisation von Lehrveranstaltungen eingesetzt. Verglichen mit den Ergebnissen von 2011 lassen sich aber auch Änderungen erkennen:

  • Im Jahr 2011 gaben vier Prozent der Befragten an, die Plattform zum Zwecke der Kooperation und Kollaboration (Wiki, Gruppenarbeit etc.) zu nutzen. 2016 antworteten 12 Prozent der Befragten, dass sie diese StudOn Funktionalität nutzen.
  • Für die Durchführung/Organisation von Übungen und E-Prüfungen gaben 12 Prozent der Befragten 2011 an, StudOn zu nutzen. Im Jahr 2016 sind es 38 Prozent der Befragten, die StudOn für diesen Zweck nutzen.
  • Ein großer Anstieg zeigt sich auch bei der Erstellung und Durchführung von kompletten Online-Kursen. Im Jahr 2011 gab ein Prozent an, reine Online-Kurse zu erstellen, während bei der jetzigen Befragung 18 Prozent diesen Einsatzzweck nannten.

StudOn bietet viele didaktische Möglichkeiten, die bisher nur selten zum Einsatz kommen. Die Nutzer/innen wurden über ihre Interessen an den gebotenen Möglichkeiten befragt, beziehungsweise, ob bereits konkrete Planungen diesbezüglich vorliegen.

Fast 70 Prozent der Befragten planen Online-Übungstests und zeigten an diesem Thema großes Interesse. Weitere Themen, an denen mehr als die Hälfte der Befragten ihr Interesse bekundete, sind:

  • Unterstützung von Selbstlernphasen,
  • Aktivierung der Studierenden in der Lehrveranstaltung,
  • Einsatz kooperativer Lehr-Szenarien.

Nutzung von StudOn

Die Arbeit mit der Lernplattform ist für die Mehrheit der Befragten ein fester, selbstverständlicher Teil des Lehralltags. 91% stimmen dieser Aussage zu. 65% der Befragten geben an, dass StudOn die Qualität der eigenen Lehre erhöht hat und sich dadurch Zugänge zu neuen didaktischen Möglichkeiten ergeben haben.
Der Kontakt zu den Studierenden wird durch die vorhandenen Kommunikationswerkzeuge für 78 Prozent der Befragten verbessert. Die Nutzung von StudOn unterstützt die Lehrenden bei der Strukturierung und Vorbereitung der Lehrveranstaltungen und spart somit langfristig Zeit. Diesen beiden Aussagen haben mehr als 60% zugestimmt.

Besonders gut

In offenen Fragen konnten die Teilnehmenden der Umfrage angeben, was sie als besonders positiv empfinden. Hier wurden unter anderem folgende Aspekte genannt:

  • Lernmaterial kann sehr einfach hochgeladen werden;
  • Abgabezeitpunkte und Rundmails an Studierende können integriert verwaltet werden;
  • Teilnehmer/innen einer Veranstaltung können gezielt erreicht werden;
  • Gruppeneinteilungen (semesterspezifisch) funktionieren zuverlässig;
  • Eine breite Auswahl didaktischer Möglichkeiten kann genutzt werden.

Verbesserungen

Auch Verbesserungsvorschläge zur Plattform wurden aufgeführt:

  • Automatische Speicherung bei Eingabe in Textfeldern oder beim Verlassen ohne Speicherung nach Änderungen eine automatische Frage zum Speicherstatus einrichten;
  • Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit der Email-Funktionen sollten ausgeweitet werden;
  • Tutorials für neue Funktionen wären hilfreich;
  • Optimierung der Benutzeroberfläche.

E-Prüfungen

Der Themenabschnitt über E-Prüfungen wurde von 70 der 95 Umfrageteilnehmenden beantwortet. Die restlichen Befragten haben die Option „keine Angabe“ gewählt.

Drei Viertel der Befragten halten in ihrem Lehrbereich aktuell oder zukünftig das E-Prüfungsformat im Rahmen von Übungsaufgaben und Übungsklausuren (Klausurvorbereitung) für geeignet. 30% sehen in 'scharfen' E-Prüfungen mit rechtsgültiger Note zukünftig eine Einsatzmöglichkeit.

Die Befragten sehen außerdem Vorteile im Einsatz von E-Prüfungen. So stimmte die Mehrheit (87%) zu, dass bei der Auswertung der Prüfungen Zeit gespart wird. 70% sind der Meinung, dass das Format eine komfortablere Möglichkeit zur Durchführung von Prüfungen darstellt. Die Hälfte sieht beim Einsatz von E-Prüfungen einen Vorteil in der erhöhten Auswertungsobjektivität und eine langfristige Zeitersparnis bei der Erstellung der Prüfungen. 40% sind der Meinung, dass das Prüfungsmaterial einer E-Prüfung besser durchdacht und strukturiert wird.

Neben den erkannten Vorteilen hat die Hälfte der Befragten aber auch Befürchtungen oder Vorbehalte gegenüber dieser Art der Leistungskontrolle. Folgende Vorbehalte wurden am häufigsten genannt:

  • Sicherheitslücken (Unterschleif und Datenschutz)
  • Aufwendige Organisation (wo findet die Prüfung statt)
  • Abhängigkeit von der Technik
  • Abfrage nur von reinem Faktenwissen möglich

Technik

Am Ende der Umfrage wurden die Teilnehmenden gebeten die technischen Aspekte von StudOn zu bewerten. Die Technik wurde als zuverlässig stabil von 90 Prozent der Befragten bewertet. Mit der Geschwindigkeit der Plattform waren 80 Prozent der befragten Personen zufrieden. Die Gestaltung der Plattform gilt als ansprechend für 90 Prozent der Befragten. Für 63 Prozent lässt sich StudOn intuitiv handhaben.

Betreuung

Folgende Unterstützungs- und Betreuungsangebote stehen den Lehrenden bei der Nutzung von StudOn zur Verfügung:

  • StudOn-Mail
  • StudOn-Hotline
  • StudOn Online-Hilfe
  • (Online-) Schulung über das FBZHL
  • Hilfe-Tooltipps
  • Didaktische Leitfäden für Lehrende
  • StudOn Blog
  • Beratungsgespräch

Die meistgenutzten Hilfsangebote sind die StudOn-Mail, die Hotline, die Online-Hilfe und das Schulungsangebot (Online und Präsenz). 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie diese Möglichkeiten kennen und nutzen.

Insgesamt ist die Zufriedenheit mit dem Betreuungsangebot hoch. Drei Viertel der Nutzer/innen, die die Betreuungsangebote in Anspruch nehmen, beurteilen die Nützlichkeit/Effektivität und die Geschwindigkeit der geleisteten Hilfe und Antworten als zufriedenstellend oder sehr zufriedenstellend. Die Freundlichkeit der StudOn Mitarbeiter wurde von 77 Prozent als sehr gut und von 13 Prozent als gut beurteilt.

Fazit

Insgesamt sind die Bewertungen zur Nutzung der Lehr-, Lern- und Prüfungsplattform StudOn von Seiten der Lehrenden sehr positiv und konstruktiv ausgefallen. Das StudOn Team wird weiterhin Evaluationen durchführen und daran arbeiten, die E-Learning Dienste an der FAU organisatorisch, didaktisch und technisch weiter zu verbessern. Es werden verstärkt Informationen und Beratungen der Lehrenden mit dem Ziel angeboten, didaktisch komplexeren Einsatz von StudOn-Objekten zu fördern. Die Entwicklung einer „Methodenbox“ zur verbesserten Integration und didaktischen Nutzung von StudOn-Tools in der Lehre ist geplant. Auf technischer Seite werden weiterhin regelmäßig Updates und Anpassungen durchgeführt und neue Funktionalitäten in Kooperation mit den Studierenden und Lehrenden entwickelt.

Aufgrund der Evaluationsergebnisse wird wieder ein StudOn-Stammtisch für Lehrende eingeführt. Bei der Planung und Gestaltung von derartigen Informationsveranstaltungen sowie im StudOn-Schulungsangebot werden die Themen, an denen Lehrende in der Befragung großes Interesse signalisiert haben, stärker bei der Auswahl des Schwerpunktthemas berücksichtigt. Weiterhin wird die Entwicklung von Screencasts verstärkt, in denen verschiedene StudOn Funktionalitäten anschaulich und effektiv erklärt werden. Im diesem Wintersemester stehen den Lehrenden die ersten kurzen Tutorials zur Verfügung. Dieses Angebot wird kontinuierlich erweitert.

Das StudOn Team ist auch in Zukunft für jede Art der Rückmeldung und Anregungen zur Nutzung dankbar und dankt allen, die sich an dieser Umfrage beteiligt haben.